Strukturell gibt es in dem hier vorgestellten Projekt einer anderen, nachkapitalistischen Gesellschaft keine Gegner.

Damit ist gemeint: Die Kultur des Berechnens, der technologischen Beherrschung und der Selbstermächtigung - zentriert um den Unendlichkeits-Diskurs - ist historisch schon lang an die Grenzen der Tragfähigkeit der Erde gestoßen. Man kann heute sagen: Die Erde schlägt zurück. (Bruno Latour) Diese Gefährdungen der Lebensgrundlagen des Menschen werden breit diskutiert. Lösungsversuche für diese Problematik werden in einer nachkapitalistischen Gesellschaft staatlich institutionalisiert. Wie immer in historischen Veränderungen werden dabei die herkömmlichen Institutionen, also Staaten, Unternehmen, Märkte, Geld usw. nur neu miteinander verbunden werden, wenn sie sich an den durch Wahlen legitimierten Zielen des Wirtschaftens ausrichten. Die Fachleute, die in diesen Institutionen arbeiten, sind mit ihrem Wissen, Know How und ihren Erfahrungen sicher Teil der Lösung und nicht das Problem.

Dazu kommt, dass die Aussage, alles Wirtschaften sei „unser“ Wirtschaften, inzwischen eine offensichtliche Tatsache beschreibt. Im Mittelalter zum Beispiel war dies im Alltagsleben der Menschen keineswegs sichtbar. Auch die lohnabhängige Arbeit, die unsere Gesellschaften heute kennzeichnet, war bis vor Kurzem nichts anderes als "abstrakte" Arbeit - für "Fortschritt" und "Entwicklung". (siehe "Unsere" Wirtschaft?)

Dennoch: Jeder, der aus verschiedensten Gründen davon ausgeht, dass es unmöglich oder nicht sinnvoll ist, die Grundstrukturen unseres Wirtschaftens demokratisch zu verantworten, wird dieses Projekt bekämpfen:

- diejenigen, die davon ausgehen., dass der wirtschaftliche Prozess wie der der natürlichen Evolution immer weiter über sich hinaus treibe, und auch den Menschen überwinden werde (siehe Evolutions-Gesetz bzw. Abschied vom Menschen)

- diejenigen, die sagen, dass Marktwirtschaften von den Konsumenten gesteuert werden, die leider eben alltäglich anders handelten als sie sonntags redeten (siehe Kinder und Egoisten)

- diejenigen, die vielleicht auf eine aufgeklärte Elite hoffen, der „breiten Masse“ aber jedenfalls keine Verantwortung zutrauen. (siehe Wer ist und wie wird man ein Mensch?)