Hier wird immer von „unserem“ Wirtschaften gesprochen, um Tatsachen zu beschreiben: Mit unserer Arbeit tragen wir – in der Arbeitsteilung mit vielen anderen Menschen – dazu bei, die gesamte Welt der Dinge und die Welt um sie herum zu erzeugen. Erzeugt werden beabsichtigte Produkte genauso wie unbeabsichtigte, oft schädliche Nebenprodukte. In diesen Zusammenhang des Herstellens gehören die Tischler, Hebammen, Mechatroniker, Maurer, Meteorologen, Lehrer, Trainer, Designer, Betriebsleiter, Ingenieure, Musiker, Hauswarte, Mediziner, Busfahrer, Bürgermeister, Sachbearbeiter usw. usw. der heutigen Generation – die aber alle auf das Wissen früherer Generationen zurückgreifen.

Dieser Zusammenhang des Wirtschaftens wird dabei durch Routinen, Gebräuche, Regeln, Gesetze, Konflikte und Streitfälle hergestellt, in allen Bereichen und auf allen Ebenen, vom Alltag in einem Mietshaus bis zur Vorstandsetage eines Unternehmens. Unser Wirtschaften wird von psychischen, sozialen, politischen und juristischen Alltagshandlungen zusammengebunden. Dass wir alle „die Wirtschaft“ bilden, beschreibt also eine Tatsache.

Dennoch steht uns „die Welt der Dinge“ und die Welt um sie herum gegenüber, als wenn wir sie nicht selbst gemacht hätten. Die Frage, ob wir sie so haben wollen, wie sie ist, wird nicht gestellt. Dabei konnten wir in Corona-Zeiten lernen: Einige Bereiche des Wirtschaftens sind sogar „systemrelevant“. Unser Gemeinwesen würde in kurzer Zeit im Chaos versinken und zusammenbrechen, wenn bestimmte Tätigkeiten nicht mehr ausgeübt würden. Und andere sind „uns“ doch weniger wichtig. Die Frage, nach welchen Zielen sich „unser Wirtschaften“ ausrichten soll, ist damit gestellt.