Die eigentlichen Machtproben werden vor der der ersten Marktwahl liegen: in dem Prozess, sich in einem breiten Bündnis darauf zu verständigen, dass nicht mehr einige Experten in Wissenschaft, Staat und Unternehmen die Grundausrichtung des Wirtschaftens festlegen dürfen, sondern alle, die davon betroffen sind: eben die Bürgerinnen und Bürger. Und - genauso unverzichtbar - dass diese Entscheidungen nicht beliebig sein können, sondern zusammenhängend, zielführend und überprüfbar im Horizont der ökologisch verantwortbaren Möglichkeiten.

Die wirtschaftliche Wahl haben die Bürger nur dann, wenn neue Wege der unbeeinflussten Information statt Werbung und Lobbyismus institutionalisiert sind. Das bedeutet auch, dass die populistische Grundhaltung aufgelöst werden muss, alles was „von oben“, das heißt aus der Wissenschaft, aus staatlichen Einrichtungen oder Unternehmen, kommt, von vornherein als gegen die eigenen Interessen gerichtet zu interpretieren.

Aber ist das Konzept der Marktwahlen nicht einfach eine Utopie?