Bisher gilt: Alle Grundentscheidungen über die Wirtschaftsstruktur werden in Experten-Netzwerken vorbereitet, diskutiert und getroffen. Einige Beispiel aus der letzten Zeit können daran erinnern: Handy bzw. Smartphone, das Internet der Digital-Konzerne, die Elektromobilität mit Autos oder Rollern, vernetztes Autofahren, vernetzte Industrieproduktion usw. .Die einzelnen Konsumenten können nur innerhalb dieses Rahmens entscheiden. Vieles, was sie wollen, können sie nicht wählen: lebenswerte Innenstädte mit angemessenem Wohnraum, anregende und zufriedenstellende Arbeitsplätze, erst recht nicht internationale Gerechtigkeit und Erhaltung der natürlichen Lebensbedingungen. Auch die Experten können ihre Entscheidungen nicht an an solchen Zielen ausrichten, schon allein weil sie nicht gesellschaftliche Wahlentscheidungen vorbereiten, sondern Konsumentscheidungen von Einzelnen. Selbstverständlich teilen viele Experten (zum Beispiel Elon Musk und die Google-Führung) diese Ziele ausdrücklich nicht, sondern stellen sich in die kapitalistische Tradition des Berechnens, der technologischen Beherrschung und verfolgen Allmachtsphantasien. Aber vor allem sind im Netz der Experten keine Alternativen sichtbar, sie handeln im Horizont von "Sachgesetzen".

Die ökonomische Wahl der Bürgerinnen und Bürger macht Alternativen sichtbar. Sie könnte sich auf ökonomische Grundfragen wie die folgenden beziehen:

- Soll der Individualverkehr für Personen und Güter weiter ausgebaut werden oder der öffentliche Verkehr?

- Soll die Wirtschaft weiter globalisiert werden oder eher lokale und regionale Zusammenhänge gestärkt werden?

- Soll die deutsche Orientierung an Exportüberschüssen aufrechterhalten werden oder soll dieses Kapital national und global gezielter eingesetzt werden?

- Sollen Produkte grundsätzlich recyclingfähig sein?

Entscheidend ist die Ausarbeitung dieser Alternativen mit allen Folgen (und Nebenfolgen) als Grundlage der Entscheidungen.