Wenn wirtschaftsstrukturelle Alternativen für eine demokratische Abstimmung ausgearbeitet werden, wird das Wissen, das in unserer Gesellschaft vorhanden ist, anders organisiert werden.

Ein Beispiel: In einem Mittelgebirge sollen - gegen Widerstände - Windkraftanlagen auch in alten Mischwäldern errichtet werden, die nicht nur Klimagase binden, sondern im Hinblick auf Wetterextreme auch ausgleichend wirken. Sind alternativ nicht Möglichkeiten, Strom zu sparen, effizienter? Oder die Reduzierung der Rinderhaltung?

Ein weiteres Beispiel: In der Großstadt soll ein Platz - gegen Widerstände - autofrei werden. Wer wird diesen freien Platz sich mit welchen Folgen aneignen? Die Anwohner? Die Touristen, die tagsüber dort essen und nachts Party machen?

Man kann an der Oberfläche bleiben und sagen, dass hier unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Dies geht jedoch an der Tiefe des Problems vorbei: Nicht nur die Wahl der effektivsten Mittel, um ein Ziel zu erreichen, sondern auch die Ziele selbst müssen abgewogen werden. Und dabei ist zweifellos das Gefühl, dass ein Platz, eine Region, ein Land den Bewohnern "gehört", ein zentrales Ziel.

Neben dem Know how der Experten muss dieses geerdete Wissen über Folgen und Nebenfolgen eine Stimme bekommen, um Entscheidungsalternativen begründen zu können.