"Revolution“ und „Utopie“ sind Begriffe, die zentrale Annahmen des kapitalistischen Unendlichkeits-Diskurses aufgreifen – und genau deshalb können sie den Übergang in eine nach-kapitalistische Gesellschaft nicht erfassen. Sie stellen utopische Modelle der Herstellung des Allgemeinwohls aus den individuellen Interessen dar, der Abtrennung eines eigengesetzlichen Bereichs des Wirtschaftens sowie der Bildung des "homo oeconomicus". Wie stark die beiden Begriffe im kapitalistischen Unendlichkeits-Diskurs verhaftet sind, sehen wir seit Kurzem in der Fülle der „technologischen Revolutionen“, denen wir durchaus auch Vieles an Wünschen, Traditionen, Widerstreben opfern müssen… (siehe Das K-Wort)

Dagegen wird hier die Überwindung des Kapitalismus und die Umwandlung in eine nachkapitalistische Gesellschaft mit dem Begriff der ANDEREN Gesellschaft bezeichnet. Denn es gibt heute und hier keine psychischen, kulturellen, sozialen, ökonomischen oder politischen Voraussetzungen, die nicht schon gegeben wären. Und dennoch wäre unsere Gesellschaft von Grund auf eine andere, wenn ein Gedanke mit einer sehr alten Tradition, der neben dem vorherrschenden Diskurs ebenfalls selbstverständlich ist, auch in staatlichen Institutionen verankert wäre: Unser Wirtschaften muss an verantwortbaren, durch Wahlen legitimierten Zielen ausgerichtet sein.

Diesen Prozess kann nicht ohne Konflikte ablaufen. Er hat jedoch keine "natürlichen", strukturell vorgegebenen Gegner.